Zwischen Geduld und Geschwindigkeit – Warum das Leben ein Marathon ist
Erfolg passiert selten über Nacht. Klar, es gibt diese Geschichten von plötzlichen Durchbrüchen, von Menschen, die scheinbar aus dem Nichts auftauchen und sofort alles verändern. Doch in Wahrheit steckt dahinter fast immer ein langer Prozess – Jahre des Ausprobierens, des Scheiterns, des Lernens.
Ich glaube fest daran, dass das Leben – und auch das Unternehmertum – eher ein Marathon als ein Sprint ist. Es geht nicht darum, in kürzester Zeit das Maximum herauszuholen, sondern darum, eine Richtung zu finden, dranzubleiben und mit der Zeit zu wachsen. Schnelle Erfolge sind flüchtig, nachhaltiges Schaffen braucht Ausdauer. Und wie in einem Marathon gibt es Phasen der Euphorie, aber auch Momente, in denen man sich fragt, warum man das eigentlich tut. Doch genau dort liegt der Unterschied: Wer nur für den schnellen Erfolg rennt, bleibt oft stehen, wenn es anstrengend wird. Wer sich aber auf den langen Weg einlässt, findet seinen Rhythmus.
Dass mein eigenes Unternehmen mittlerweile über fünf Jahre besteht, fühlt sich für mich nicht wie ein Ziel an, sondern wie eine Etappe. Eine, die mir zeigt, dass sich der lange Atem lohnt. Und genau dafür durfte ich kürzlich den HIGH FIVE Award der Jungen Wirtschaft Oberösterreich entgegennehmen – eine Anerkennung für Unternehmen, die seit mehr als fünf Jahren erfolgreich am Markt sind.
Diese Auszeichnung ist für mich weniger ein Zeichen des Ankommens als vielmehr eine schöne Bestätigung für den Weg. Sie erinnert mich daran, dass Erfolg nicht nur in großen Meilensteinen liegt, sondern in den kleinen Schritten dazwischen. In jedem einzelnen Projekt, in jeder Begegnung, in jeder Idee, die sich weiterentwickelt.
Genauso ist es auch in der Fotografie. Ein Bild entsteht in einem Bruchteil einer Sekunde, doch was darin steckt, reicht oft weit zurück. Erfahrung, Beobachtung, Entscheidungen, die unbewusst fallen, weil sie auf jahrelanger Auseinandersetzung beruhen. Eine Bildserie kann Wochen oder Monate an Arbeit verdichten – oder eben fünf Jahre, wenn man all das mitdenkt, was zu diesem Moment geführt hat.
Deshalb geht mein Dank an alle, die mich auf diesem Weg begleiten – Kund:innen, Partner:innen, Weggefährt:innen. Ihr gebt mir die Möglichkeit, zu wachsen, mich weiterzuentwickeln und immer wieder neue Perspektiven einzunehmen. Ohne euch wäre dieser Marathon nicht derselbe.
Und jetzt? Weiterlaufen. Mit der gleichen Begeisterung wie am ersten Tag. Wobei vieles damals rückblickend leichter war. Je tiefer man eintaucht, desto kritischer wird man – mit sich selbst, mit den eigenen Bildern, mit den Maßstäben, die man anlegt. Aber vielleicht ist genau das das Momentum, das Großartiges hervorbringt. 🚀